Aus der Wüste Marokkos zum Urban Gardening in Bremen 

Omar aus Marokko ist über das Projekt „Peer to Peer ins Ehrenamt“ zum „Urban Gardening“ in Bremen gekommen. Foto: Malteser Bremen

Die Vermittlung der Teilnehmenden erfolgt durch die Projektkoordination der Malteser in Bremen. „Ob das Ehrenamt dann direkt bei den Maltesern erfolgt oder bei anderen Vereinen, ergibt sich anhand der individuellen Präferenzen. Vor allem geht es bei dem Projekt darum, Vielfalt und das Gemeinschaftsgefühl vor Ort zu stärken“, erklärt Marina Ahmad von den Maltesern.

So engagiere sich etwa Omar aus Marokko beim ‚Urban Gardening‘ Projekt des Vereins 23 am Güterbahnhof. „Jeden Freitag wird dort gegossen, gepflanzt, geerntet und Unkraut gejätet. Auf dem Gelände hinter dem Bremer Hauptbahnhof gibt es Apfelbäume, meterhohe Sonnenblumen, Kürbisse, jede Menge Gartenkräuter, insektenfreundliche Wildsträucher und Grün soweit das Auge reicht“, berichtet Marina.

Omar stammt aus einer Wüstenregion in Marokko, wo hauptsächlich Palmen wachsen. Dort hat der 26-Jährige als Klempner und danach als Verkäufer gearbeitet. In Bremen besucht er zur zurzeit einen Erstorientierungskurs der Malteser. Es ist ihm wichtig, sich weiterzuentwickeln und es gefällt ihm, sein Wissen im Bereich Umwelt und Landwirtschaft zu vertiefen und mehr über die hiesige Vegetation zu lernen. Außerdem könne er von den Erfahrungen aus der Gruppe profitieren, so Omar.

Die Gruppe setzt sich aus Künstlern zusammen, die ihre Ateliers auf dem Gelände haben, einem Gärtner und Menschen, die Lust auf Gemeinschaft, draußen sein und ein Faible fürs Gärtnern haben. Außerdem gefällt Omar der Gruppenzusammenhalt. Er selbst ist eine große Bereicherung für die Gruppe mit seinem Einsatz für die Natur.

„Die Community hält auf jeden Fall zusammen. Das hat sich auch gezeigt, als kürzlich das Fahrrad von Omar auf dem Gelände geklaut wurde“, erzählt die Malteserin. Kurzerhand habe die Gruppe ihre Kontakte spielen lassen und ein neues Fahrrad für Omar besorgt. Aber auch das gemeinsame Tee trinken am Ende der Gartenarbeit ist ein fester Bestandteil der Gruppe. Das bringt Omar ein kleines Stück weiter zu seinem Ziel, besser Deutsch zu sprechen.

Das Projekt wird im Rahmen des Bundesprogramms „Gesellschaftlicher Zusammenhalt“, Im Auftrag des Bundesministeriums des Inneren gefördert.