Einkaufshilfe für Senioren

Während der Pandemie engagieren sich freiwillige Helfer wie Rainer Wollborn als zuverlässige Einkaufshelfer für die Fahrgäste des Mobilen Einkaufswagens in Bremen. Foto: Schack

Seit rund zwei Jahren fahren die Malteser in Bremen regelmäßig mit Senioren zum Einkaufen und sorgen damit für Abwechslung im sonst oft einsamen Alltag. Seit Ausbruch der Corona-Pandemie sind diese gemeinsamen Ausfahrten für die zur Risikogruppe gehörenden Fahrgäste nicht mehr möglich. Doch freiwillige Helfer wie Rainer Wollborn und seine ehrenamtlichen Kollegen von den Maltesern halten weiterhin Kontakt; als Einkaufshelfer schließen sie so nicht nur eine wichtige Versorgungslücke für Lebensmittel und Medikamente. Sie sind weiterhin wichtige Bezugspersonen, auch mit dem gebotenen Abstand.

„Ich gehöre ja eigentlich selbst zur Risikogruppe. Aber ich bin fit und mobil. Darum helfe ich gern“, erzählt Rainer Wollborn. Der 66-jährige ehemalige Logistikmanager hatte erst vor einigen Monaten als ehrenamtlicher Fahrer beim sogenannten „Mobilen Einkaufswagen“ der Malteser in Bremen angeheuert, um auch in seiner Rentenzeit weiterhin in Bewegung zu bleiben, wie er sagt. Nur wenige Wochen nach seinem Start, mussten die wöchentlichen Fahrten zum Supermarkt jedoch wegen der Corona-Pandemie eingestellt werden. Für Wollborn und viele weitere Malteser-Helfer war schnell klar, dass sie ihren Fahrgästen weiterhin helfen wollten. „Seitdem gehen wir einmal in der Woche für unsere Klienten einkaufen und bringen ihnen Lebensmittel, und was sie sonst noch benötigen, direkt nach Hause“, berichtet er. Dabei freuen sich alle Beteiligten, den Kontakt zumindest auf diese Weise halten zu können. Auch wenn es bei der Abstimmung über die Distanz und mit Einkaufszettel manchmal noch hapert: „Einmal habe ich den falschen Wein mitgebracht. Das wurde natürlich gleich gerügt“, erzählt der Bremer mit einem Schmunzeln. Er freut sich auf den Tag, an dem der „Mobile Einkaufswagen“ die gemeinsamen Fahrten wieder aufnehmen darf. Viele weitere Unterstützungsangebote der Malteser in Bremen, wie der Hausnotruf oder der Rettungsdienst liefen auch während des Shutdowns weiter und der Behindertenfahrdienst konnte seine Arbeit Anfang Mai unter Berücksichtigung der Hygieneauflagen schon wieder aufnehmen. „Wir sind bereit und freuen uns, hoffentlich bald auch wieder loszufahren. Gern auch mit weiteren Fahrgästen“, sagt Wollborn.

Interessierte Senioren, die das Angebot des „Mobilen Einkaufswagens“ zukünftig als Fahrgäste nutzen möchten, können jetzt schon Kontakt zu den Maltesern aufnehmen und sich vormerken lassen; telefonisch unter 0174-8302647 oder per E-Mail an einkaufswagen@malteser-bremen.de. Auch ein Spendenkonto wurde für das Projekt auf der Spendenplattform betterplace eingerichtet: https://bit.ly/betterplace_EinkaufenHB